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Neuanlage Grabfeld Friedhof Mühlheim: Baumaßnahmen beginnen

Die Friedhöfe in Mühlheim und Stetten sind auf Grund ihrer landschaftlich exponierten Lage und ihrer wertvollen historischen Substanz Kleinode.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Gemeinderat sehr achtsam mit der Einführung neuer Bestattungsformen auf dem Mühlheimer Friedhof befasst. Als Ergebnis eines rund dreijährigen Überlegungs- und Planungsprozesses,  entsteht aus der Feder der Planungsgemeinschaft von Achim Ketterer und Hans-Jürgen Kossack im Umfeld der Veitskapelle im historischen Teil des Friedhofes ein Grabfeld für pflegereduzierte Reihen- bzw. Urnengräber. Teil des Planungsprozesses waren vertiefende Gespräche u.a. mit den Pfarrern Timo Weber und Matthias Lasi, Ludwig Henzler als damaliger Vorsitzender des Heimatvereins und dem Innungsvertreter des Steinmetzhandwerks, Eduard Schnell. Hinzukamen eine Bürgerinformationsveranstaltung auf dem Mühlheimer Friedhof sowie Fahrten des Gemeinde- und Ortschaftsrates zu den Friedhöfen in Tuttlingen und Wurmlingen.

Die von Achim Ketterer entwickelte Leitidee entspricht dem Charakter eines Klostergartens. Speziell für diesen neu gestalteten Friedhofsbereich, wird sich ein ca. 1,8 m hohes von Hans-Jürgen Kossack gestaltetes Grabkreuz harmonisch in das sensible Umfeld der Veitskapelle einfügen.

 

In der letzten Sitzung hat der Gemeinderat die Tiefbauarbeiten an die Firma Schellhammer& Söhne aus Mühlhausen-Ehingen vergeben. Diese wird Ende der Woche mit der Arbeit beginnen. In dem Zug der Neuanlage des neuen Grabfeldes, wird auch der Platz und die Bänke vor der Aussegnungshalle saniert sowie vier zusätzliche Bänke in derselben Gestaltungssprache aufgestellt.  Mit der Gestaltung der einheitlichen Grabzeichen für die Grabsteine der Reihengräber bzw. der Stelen für die Urnengräber hat der Gemeinderat Künstler Hans-Jürgen Kossack beauftragt.  Die Grabzeichen als auch das Grabkreuz wird aus Travertin, einer Kalksteinart, aus regionaler Herkunft gestaltet. Die Oberflächen werden gebrochen. Trotz des einheitlichen Gestaltungskonzepts, wird jeder Stein und jede Stele ein künstlerisch gestaltetes Unikat sein.

 

Erfreulich war auch das Ausschreibungsergebnis: dieses lag fast 20.000 Euro unter der Kostenschätzung. Bemerkenswert war allerdings die große Preisspanne bei den Tiefbauarbeiten. Das teuerste Angebot lag fast 70 % über dem der Firma Schellhammer & Söhne. Die Verwaltung wird parallel zu den Bauarbeiten die dauerhafte Pflege und Bewirtschaftung der zukünftigen Grabfelder durch einen geeigneten Fachbetrieb  ausschreiben. Damit ist dann die Basis gelegt für eine Gesamtkalkulation und die Festsetzung der zukünftigen Gebühren für diese beiden neuen Bestattungsformen. Die Gebühr wird ein Gesamtpreis sein für die Grabnutzung, die Stele bzw. den Grabstein, das Anbringen einer gegossenen Tafel mit den Lebensdaten sowie die Grabpflege für die gesamte Nutzungsdauer von 15 Jahren (Urnengrabfeld) bzw. 25 Jahren (Reihengrabfeld). Die pflegereduzierten Urnengräber erhalten eine Bepflanzung mit Staudengewächsen, die Reihengräber werden in Form von Wiesengräbern angelegt und bewirtschaftet.