Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

schon seit einigen Wochen stimmen uns die Lichter auf den Bäumen und die leuchtenden Sterne in den Fenstern auf die Festtage und den bevorstehenden Jahreswechsel ein. Mit der Geburt Christi ist immer auch ein Neuanfang für uns Christen verbunden. Vom Stall in Bethlehem ist ein Licht in die Welt getragen worden – ein Licht gegen Dunkelheit, Lieblosigkeit, Hass und Neid. Ein Licht, das stärker ist als alle Finsternis.

Ein Land und eine Stadt können sich wahrlich glücklich schätzen, wenn die christliche Botschaft von Frieden, Solidarität, Eintracht und Zusammenhalt Einzug halten und das Bild der Gesellschaft prägen. Leider sieht es in unserem Land aber in weiten Teilen anders aus. Gegenwärtig erleben wir eine Gleichzeitigkeit von Krisen wie vermutlich noch nie in der Nachkriegsgeschichte. Die Zerbrechlichkeit von scheinbaren Gewissheiten verursacht bei vielen Menschen Ängste, Verunsicherung und Zukunftssorgen. Die vielschichtigen Herausforderungen für unsere Gesellschaft als Ganzes und uns persönlich, sind eine große Belastungsprobe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den inneren Frieden in unserem Land.

Diesen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu erhalten, ist eine der wichtigsten Herausforderungen, vor denen wir gemeinsam stehen. Lassen wir es nicht zu, dass unsere Herzen durch Hass und Hetze hart werden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie aktuell, sind Solidarität mit den Schwachen in unserer Gesellschaft, Solidarität mit der Völkergemeinschaft und Mitmenschlichkeit besonders edle Tugenden. Die Herausforderungen für unser schönes Land sind auch so schon groß genug. Deshalb sollten wir uns möglichst nichts von unserer Energie durch eine gesellschaftliche Spaltung nehmen lassen. Wir sollten in diesen unsicheren Zeiten in besonderer Weise Vertrauen in unsere politischen Institutionen und unseren Staat haben. Das gilt für Politiker genauso wie für Polizisten, Richter, Staatsbedienstete oder unsere Bundeswehr. Setzen wir uns gemeinsam dafür ein, auch zukünftig in einer Demokratie leben dürfen, in der Menschlichkeit, Solidarität, Toleranz, Freiheit und nachhaltige Verantwortung für unsere Umwelt und nachfolgende Generationen die zentralen Werte bilden.

Gerade in unserer Stadt gibt es sehr viele Menschen, die unsere kleine Welt in Mühlheim und Stetten ein Stück heller machen. Denken wir an die vielen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich in den Vereinen, Kirchengemeinden, der Nachbarschaftshilfe, im Altenzentrum oder anderen Einrichtungen zum Wohle ihrer Mitmenschen einbringen. Sie alle geben ein starkes Zeichen der Zuversicht in eine gute Zukunft. Sie machen unsere Welt zugleich ein Stück heller und freundlicher.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft und jede Menge Optimismus. Wir wünschen Ihnen, dass Sie die Krisen und Sorgen unserer Tage mit viel Lebensfreude und Zuversicht in eine bessere Zukunft überstehen. Wir wünschen Ihnen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest. Kommen Sie gesund und wohlbehalten in das nächste Jahr.

Ihre

 

 

Jörg Kaltenbach                                                        Emil Buschle

Bürgermeister                                                           Ortsvorsteher