KLS Martin Group setzt städtebauliches und architektonisches Ausrufezeichen

Forschungs- und Entwicklungszentrum als starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Mühlheim

Die Freude und Anerkennung beim Gemeinderat war riesig bei der Vorstellung des hochambitionierten Bauvorhabens durch Prokurist und Standortleiter Axel Waizenegger sowie Projektleiter Julian Hipp, welcher zu gleich auch Leiter Strategie und Unternehmensentwicklung ist. Es ist ein architektonisch, städtebaulich, ökologisch und für den Wirtschaftsstandort Mühlheim herausragendes Projekt. Ein klareres und stärkeres Bekenntnis zum Heimatstandort kann es seitens des im Weltmarkt der Medizintechnik zur Spitzenklasse gehörenden Unternehmens nicht geben. Ziel ist es, möglichst im Mai mit dem Bau zu beginnen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2028 anvisiert.

Auf dem rund 10.000 qm großen ehemals stadteigenen Grundstück am Portal des Neubaugebiets, entsteht aus der Feder des international renommierten Architekturbüros Barkow Leibinger aus Berlin ein moderner Glas-Holzbau. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum mit integriertem zentralen Betriebsrestaurant bietet Platz für 220 Mitarbeiter. Das am Stadteingang platzierte markante Gebäude ist ein, wenn nicht der zentrale Baustein für die langfristige Sicherstellung der Innovationskraft und damit Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die Erfolgsgeschichte des 1896 in unserer Stadt gegründeten Unternehmens soll somit langfristig fortgeschrieben werden.

Das Betriebsrestaurant wird das Herzstück des Gebäudes sein. 400 Essen sollen dort täglich frisch gekocht werden. Von Mühlheim aus, werden auch die Standorte Tuttlingen und Fridingen mitversorgt. Zudem wird es auch Multifunktionsräume geben, in denen Sport- und Gesundheitsangebote wie Yoga stattfinden werden.

Durch drei terrassierte Ebenen mit integrierten Gärten und begrünten Innenhöfen bettet sich das Gebäude harmonisch in die Landschaft ein. An seiner höchsten Stelle wird das Bauwerk 9 m hoch sein und damit um 1,5 m niedriger als im Bebauungsplan erlaubt. Auch darüber hinaus ist das Bauvorhaben baurechtlich vollkommen unproblematisch. 2.400 Kubikmeter Holz werden in dem in Holzständerbauweise konzipierten Objekt verarbeitet. Zum Vergleich: im Rathaus kommen rund 100 Kubikmeter Holz zum Einsatz. Neben den Hauptbaubestandteilen Holz und Glas, ist die Gründung besonders außergewöhnlich und auch aus ökologischen Gesichtspunkten vorbildlich: das Gebäude schwebt quasi auf einer aufgeständerten 60 cm starken Holzbodenplatte. Diese wird getragen von in den Boden eingelassene Stelen ähnlich dem Prinzip der Pfahlbauten aus der Zeit lange vor Christus Geburt.

Dank dem im Bau befindlichen Parkhaus südlich der Bahnlinie, werden im Umfeld des Gebäudes lediglich 15 Parkplätze geschaffen. Diese stehen in erster Linie geheingeschränkten Mitarbeitern, der Logistik für das Betriebsrestaurant sowie Besuchern zur Verfügung. Die Nachbarschaft im Neubaugebiet wird somit nicht durch eine große Anzahl von täglich anfahrenden Fahrzeugen belastet.

Die KLS Martin Group zeichnet sich generell und insbesondere in den vergangenen Jahren durch ein kontinuierliches und sehr starkes Wachstum weit über der allgemeinen Branchenentwicklung in der Medizintechnikbranche aus. Das Jahr 2025 war für die KLS Martin Group ein weiteres Jahr des Wachstums, intensiver Investitionen und bedeutender strategischer Weichenstellungen. Mit einem Gruppenumsatz von 518 Mio. Euro, was einem Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, konnte das Unternehmen erneut eine Rekordmarke erzielen und seine Marktposition im Bereich der chirurgischen Medizintechnik weiter stärken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Mitarbeiterweltweit auf über 2.700 an. Mühlheim ist mit aktuell 650 Mitarbeitern der größte Einzelstandort. Insbesondere am Mühlheimer Heimatstandort als Keimzelle des florierenden Unternehmens, wurde in den vergangenen Jahren sehr viel investiert und zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.