Viele Säcke voller Klamotten am Kleidercontainer vor dem Bauhof

Altkleider – auch Container der Aktion Hoffnung wurden abgeholt

Viele Säcke voller Klamotten am Kleidercontainer vor dem Bauhof

Zentrale Abgabemöglichkeit beim Kreiswertstoffhof

Seit vergangenen Freitag, gibt es im Stadtgebiet keine Container zur Sammlung von Altkleidern mehr. Zu den Öffnungszeiten des Kreiswertstoffhofes können dort gebrauchte Kleider und Schuhe kostenlos abgegeben werden.

Die letzten beiden Container von ehemals acht wurden von der Aktion Hoffnung abtransportiert. Diese standen gegenüber dem Bauhofgebäude. Vor dem Abholen der beiden Container ist ein untragbarer Zustand entstanden. Diese waren ständig überfüllt. Statt die Kleidersäcke wieder mitzunehmen, wurden diese im direkten Umfeld der beiden Container abgelegt. Allein zwischen dem 19. Dezember und dem 7. Januar kam die riesige Menge von sieben Kubikmetern an abgelegten Kleidersäcken zusammen. Diese ständig wegzuräumen und teuer zu entsorgen war weder für den städtischen Bauhof noch für die Stadtkasse zumutbar. Sofern nach dem Entfernen der Container weiter Altkleidertüten abgelegt werden, sieht sich die Stadtverwaltung gezwungen Kameras zu installieren und diesen Bereich zu überwachen.

Deshalb ist die Stadtverwaltung dankbar, dass die Aktion Hoffnung die Container abgeholt hat. Bereits zuvor haben das Deutsche Rote Kreuz, die Caritas und die Diakonie ihre Container abziehen müssen. Über die Gründe wurden vielfach in der lokalen und überregionalen Presse berichtet. Das Sammeln von gebrauchten Kleidern über Kleidercontainer ist wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Die Flut an billiger so genannter „Fast Fashion“ in schlechter Qualität sowie das Wegbrechen der Absatzmärkte sind die zentralen Ursachen.

Der Landkreis hat kurzerhand im Herbst vergangenen Jahres ein neues Angebot auf den Kreiswertstoffhöfen geschaffen. Dort können gebrauchte Kleider abgegeben werden. Dieses Konzept wurde nach dem kurzfristigen Zusammenbrechen der Containerangebote erarbeitet. Die Abgabemöglichkeit auf den Kreiswertstoffhöfen soll beibehalten werden. Zusätzlich findet über ein Textilmobil zukünftig einmal jährlich in jeder Kreiskommune eine Straßensammlung statt.